Do it yourself

Platzmangel ist besonders als Student ein Problem – jeder Quadratmeter kostet mehr Geld. Aus diesem Grund hab ich mir in mein Zimmer in der Studentenbude einen Zwischenboden eingezogen. Hier meine Anleitung zum nachmachen.

Zwischenboden – Die Planung

Eins vor ab, ich wohne in einem Altbau. Dementsprechend haben wir sehr hohe Decken, genauer 3,20 Meter, also ideale Voraussetzungen für einen Zwischenboden. Mein Zwischenboden soll mir als Lagerplatz dienen. Ich plane nicht auf ihn zu betreten, oder ihn als Bett oder Kuschelecke zu nutzen. Allerdings sollte er mehrere schwere Kartons tragen können. Überdies möchte ich auf die Kante einen Beamer setzen. Der Beamer war der Grund, warum ich erst überlegt habe einen Zwischenboden in mein Zimmer einzubauen. Da ich selbst nicht auf den Zwischenboden gehen will, habe ich meinen Zwischenboden ohne MIttelstütze geplant. Sollte man überlegen den Boden zu betreten, empfiehlt sich dies in jedem Fall.

Material

Plan war zunächst ein Rechteck zu bauen, welches ein stabiles Grundgerüst bildet. Dafür habe ich die Kanthölzer an den Wänden mit jeweils zwei Winkeln befestigt. Die Hölzer habe ich mir grob im Baumarkt zuschneiden lassen. Allerdings bewusst einige Zentimeter länger, um etwas Spielraum zu haben. Die Feinarbeit habe ich dann mit einer Stichsäge erledigt, durch stetiges anhalten, probieren und absägen. Sollte man keine Säge zur Hand haben, um die Kürzung vor Ort durchzuführen, empfehle ich in jedem Fall beide Abstände zwischen den Wänden zu messen. Gerade in alten Häusern haben die Wände nicht immer den gleichen Abstand. Einige Zentimeter auf dem Winkel weniger sind ein wertvoller Stabilitätsverlust für den Zwischenboden.

Anschließend habe ich die beiden äußeren Kanthölzer mit fünf Querstreben verbunden. Jede dieser Querstreben ist an der Kopfseite mit einem weiteren Winkel an der Wand befestigt. Der hintere Holzbalken wird als von insgesamt sieben Winkeln getragen. Einer für jeden Querstreben und zwei für den Balken selbst. An der vorderen Kante habe ich die Querstreben mit Lochplatten verbunden – an den Seiten sind diese auch gleichzeitig mit den Winkeln verschraubt. Alternativ kann man die Lochplatten auch an der oberen Seite des Grundgerüsts anbringen, allerdings besteht dann die Gefahr, dass die OSB-Platten nicht gleichmäßig aufliegen.

Der eigentliche Zwischenboden

Die OSB-Platten habe ich mir ebenfalls im Baumarkt zuschneiden lassen – diesmal allerdings passgenau. Auf meinem Zwischenboden liegen vier Platten längs nebeneinander. Dabei habe ich darauf geachtet, dass ich die Querstreben genau unter der Schnittkante der OSB-Platten positioniere.

OSB-Platten besitzen die Möglichkeit sie ineinander zu verkeilen, da eine Seite einer Platte eine Aussparung besitzt in die die Kante der anderen Platte hinein passt. Bitte unbedingt beim Zuschneiden darauf achten diese Kanten nicht weg zusägen. Sie verleihen dem ganzen Konstrukt eine höhere Stabilität. Jede dieser Platten wurde dann mit je sechs Schrauben an den Holzbalken befestigt.

Ein Zwischenboden für 75 Euro

Der Kosten für das Material lagen bei ungefähr 75 Euro. Allerdings bleiben bei einem solchen Projekt natürliche einige Dübel und Schrauben übrig. Der Zeitaufwand entspricht ungefähr anderthalb Tagen bei einer Person. Ich habe den Zwischenboden komplett alleine ohne Hilfe eingezogen, allerdings empfiehlt sich hin und wieder eine helfende Hand.

Insgesamt bin ich hochzufrieden mit dem Zwischenboden. Er beherbergt mittlerweile unzählige Kartons und Kisten ohne dass ich Angst hatte er würde einstürzen. Außerdem kann der Beamer wunderbar in der Mitte stehen und für Heimkino-Feeling sorgen. Als kleinen Bonus habe ich im hinteren Teile eine farbige Neonröhre installiert, die für indirektes Licht sorgt. Ich bin hochzufrieden.

Schreibt mir gern Eure Erfahrung in die Kommentare oder lasst‘ mir Bilder von Euren Zwischenböden da. Ich freue mich drauf!

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